Bilder sind auf den meisten Websites ein unterschätzter SEO-Hebel. Suchmaschinen können Bildinhalte nicht direkt lesen - sie stützen sich auf Metadaten, Dateinamen und Kontext. Wer diese Stellschrauben sauber dreht, gewinnt Sichtbarkeit in der Google-Bildersuche und verbessert gleichzeitig Ladezeiten und Barrierefreiheit.
Alt-Texte: beschreibend, nicht vollgestopft
Der Alt-Text ist das wichtigste Signal für Suchmaschinen und gleichzeitig die Fallback-Anzeige, wenn ein Bild nicht lädt. Gute Alt-Texte beschreiben konkret, was auf dem Bild zu sehen ist - inklusive des wichtigsten Keyword-Bezugs, ohne den Text mit Suchbegriffen zu überladen.
Praktische Regeln:
- Unter 125 Zeichen bleiben
- “Bild von…” als Einstieg vermeiden - es ist klar, dass es ein Bild ist
- Dekorative Bilder mit leerem Alt-Attribut (
alt="") markieren, damit Screenreader sie überspringen
Ein leerer Alt-Text ist kein Fehler bei rein dekorativen Elementen. Ein fehlender Alt-Text bei inhaltlich relevanten Bildern hingegen schon.
Dateinamen und Format: Grundlagen, die viele überspringen
Bevor ein Bild überhaupt hochgeladen wird, lohnt sich der Blick auf den Dateinamen. IMG_4823.jpg gibt Suchmaschinen keinen Kontext - maenner-wanderschuhe-gore-tex.jpg schon. Bindestriche als Trennzeichen, keine Umlaute, keine Leerzeichen.
Beim Format gilt 2026 folgende Faustregel:
- WebP für Fotos und komplexe Grafiken - deutlich kleinere Dateigröße bei vergleichbarer Qualität
- AVIF wenn Rendering-Support im Projekt gesichert ist - noch bessere Komprimierung als WebP
- SVG für Logos und Icons - skaliert verlustfrei, oft winzige Dateigröße
- JPEG und PNG nur noch als Fallback für ältere Systeme
Ladezeit und technische Einbindung
Schlecht komprimierte Bilder sind einer der häufigsten Gründe für schlechte Core Web Vitals. Konkret wichtig:
- Bilder vor dem Upload mit Tools wie Squoosh, TinyPNG oder direkt im Build-Prozess (z.B.
astro:assets) komprimieren widthundheight-Attribute immer setzen, damit der Browser Layout-Shifts vermeidet- Lazy Loading (
loading="lazy") für Bilder unterhalb des sichtbaren Bereichs aktivieren - Hero-Bilder hingegen mit
loading="eager"undfetchpriority="high"priorisieren, damit der LCP-Wert stimmt
Die Google Search Console zeigt unter “Core Web Vitals”, ob Bilder auf deinen Seiten Performance-Probleme verursachen - ein guter Ausgangspunkt für gezielte Verbesserungen.