Semrush
- Sehr großer Keyword- und Domain-Datenbestand
- Über 55 Tools in einer Plattform
- Starkes Position-Tracking und Reporting
Welches Tool liefert die besten Keyword-Ideen und verlässliche Suchvolumina? Wir vergleichen die führenden Lösungen für Keyword-Recherche nach Datenqualität, Bedienung und Preis-Leistung.
| Tool | Kategorie | Score | Ab Preis | Gratis-Test | Ideal für |
|---|---|---|---|---|---|
| Semrush | All-in-One-Suite | 4,8 | ab 139,95 €/Monat | 14 Tage kostenlos | Agenturen, SEO-Profis und größere Sites mit mehreren Projekten |
| Ahrefs | Backlinks & Suite | 4,7 | ab 119 €/Monat | Begrenzte Gratis-Tools (Webmaster Tools) | Linkbuilder, Content-Teams und Profis mit Fokus auf Backlinks |
| Mangools | Einsteiger/Preis-Tipp | 4,3 | ab 29 €/Monat | 10 Tage testen | Einsteiger, Blogger und kleine Unternehmen mit überschaubarem Budget |
| Seobility | OnPage | 4,1 | ab 49,90 €/Monat | Kostenloser Tarif mit Limits | kleine und mittlere Sites mit Fokus auf OnPage-Optimierung |
Ein Keyword-Recherche-Tool beantwortet drei Fragen, die du ohne Daten nur raten kannst: Wonach sucht deine Zielgruppe, wie oft wird ein bestimmtes Keyword bei Google gesucht und wie schwer ist es, dafür zu ranken? Das Tool analysiert dazu eine eigene Keyword-Datenbank, kombiniert sie mit Metriken wie Suchvolumen, Keyword Difficulty und CPC und ergänzt idealerweise eine Analyse der aktuellen Suchergebnisse.
Der Unterschied zwischen den Anbietern liegt weniger in der Grundfunktion als in der Datentiefe: Wie viele Keyword-Ideen liefert das Tool zu einem Begriff, wie aktuell sind die deutschen Suchvolumina und wie fein lassen sich Listen filtern? Genau diese Punkte gewichten wir in unseren Testkriterien am stärksten, denn eine hübsche Oberfläche nützt wenig, wenn die Zahlen dahinter nicht stimmen.
Wichtig für die Einordnung: Kein Tool misst echte Suchanfragen in Echtzeit. Alle Anbieter schätzen auf Basis von Clickstream-Daten, Google-Ads-Daten und eigenen Modellen. Die Werte taugen deshalb hervorragend zum Vergleichen von Begriffen untereinander, aber nicht als exakte Traffic-Prognose.
Bevor du dich festlegst, hilft ein Blick auf den Prozess, denn er folgt immer denselben drei Schritten, egal welches Werkzeug du nutzt.
Seed-Keywords sind deine Ausgangsbegriffe: die zwei bis zehn Wörter, mit denen deine Zielgruppe dein Thema beschreiben würde. Quellen dafür sind dein eigenes Produktwissen, Kundenfragen, Foren und die Google-Suche selbst mit ihren Autocomplete-Vorschlägen. Diese Seeds gibst du ins Keyword-Tool ein, das daraus hunderte bis tausende verwandte Keyword-Vorschläge generiert.
Jedes Keyword transportiert eine Suchintention: Will die Person etwas wissen, etwas kaufen oder eine bestimmte Website erreichen? Ein Blick in die echten Suchergebnisse zeigt schnell, was Google für einen Begriff erwartet. Ranken zu einem Keyword nur Shops, hat ein Ratgeber-Artikel kaum eine Chance, egal wie gut er ist. Gute Tools kennzeichnen die Intention inzwischen automatisch, die manuelle SERP-Kontrolle bleibt trotzdem Pflicht.
Longtail-Keywords sind längere, spezifischere Suchanfragen mit niedrigem Einzelvolumen. Sie sind der Hebel für neue und kleinere Websites: weniger Wettbewerb, klarere Intention, oft bessere Conversion. Filtere deine Keyword-Liste nach Wortanzahl oder nach Frageformen, um sie zu finden. Auch W-Fragen sind eine ergiebige Longtail-Quelle: Aus „Wie”, „Was” und „Warum” entstehen fast fertige Zwischenüberschriften für deinen Inhalt.
Praxisregel: Erst breit sammeln, dann nach Suchintention gruppieren, dann pro Gruppe entscheiden, ob eine eigene Seite gerechtfertigt ist. So entsteht aus einer Keyword-Liste ein Content-Plan statt einer Materialsammlung.
Der Markt für Keyword-Tools teilt sich in drei Kategorien, die unterschiedliche Aufgaben lösen. Viele Suiten kombinieren alle drei, die Schwerpunkte unterscheiden sich aber deutlich.
Diese Werkzeuge zapfen Google Autocomplete und verwandte Suchanfragen an und liefern schnell viele Keyword-Ideen zu einem Seed-Begriff. Internationale Anbieter führen solche Funktionen unter Namen wie Keyword Generator oder Keyword Suggestions; SE Ranking etwa nennt sein Werkzeug so. Ein Generator dieser Art ist ideal für die Ideenphase, liefert aber meist keine oder nur grobe Volumina. Auch Browser-Erweiterungen wie Keyword Surfer fallen in diese Kategorie: praktisch für den schnellen Blick, zu dünn für die Planung.
Das Herzstück professioneller Keyword-Arbeit: Anbieter wie Semrush oder Ahrefs pflegen eigene Datenbanken mit Milliarden Keywords inklusive Suchvolumen, Difficulty, CPC und historischer Entwicklung. Hier recherchierst du nicht nur Ideen, sondern bewertest sie auch, filterst nach Metriken und exportierst fertige Listen. Die Datenbankgröße im deutschsprachigen Raum ist das wichtigste Unterscheidungsmerkmal der Anbieter.
Die dritte Kategorie schaut auf die Suchergebnisseite selbst: Wer rankt aktuell, mit welcher Domain-Stärke, welchen Backlinks und welchen SERP-Features? Diese Wettbewerbsanalyse entscheidet, ob ein Keyword für dich erreichbar ist. Stark ist hier auch die umgekehrte Recherche: Du gibst die Domain eines Konkurrenten ein und siehst, für welche Keywords er rankt und du noch nicht.
Alle vier Tools aus der Tabelle arbeiten mit denselben Kernmetriken: Das Tool zeigt für jeden Begriff dieselbe Handvoll Werte, englische Oberflächen versprechen dafür gern „reliable metrics for each keyword”. Wer diese Werte richtig liest, trifft bessere Entscheidungen als jemand, der nur auf das höchste Suchvolumen schielt.
| Metrik | Was sie aussagt | Worauf du achten solltest |
|---|---|---|
| Suchvolumen | Durchschnittliche monatliche Suchanfragen | Schätzwert, ideal zum Vergleichen von Begriffen |
| Keyword Difficulty | Geschätzte Schwierigkeit, organisch zu ranken | Skalen sind je Tool anders geeicht, nie toolübergreifend vergleichen |
| CPC | Klickpreis in Google Ads | Guter Indikator für den kommerziellen Wert eines Begriffs |
| Trend | Volumenentwicklung über die Monate | Deckt Saisonalität und sterbende Themen auf |
| SERP-Features | Snippets, Karten, Bilder in den Ergebnissen | Viele Features bedeuten weniger Klicks für klassische Treffer |
Zwei Stolperfallen aus der Praxis: Erstens ist die Keyword Difficulty überall anders berechnet; ein Wert von 30 bei Mangools bedeutet etwas anderes als bei Semrush. Nutze die Skala nur innerhalb eines Tools als Vergleichsmaßstab. Zweitens sagt ein hohes Suchvolumen nichts über die Klicks aus, die tatsächlich bei dir ankommen: Wenn Google die Frage direkt in einem Snippet beantwortet, bleibt trotz tausender Suchanfragen wenig übrig. Gute Tools weisen deshalb zusätzlich geschätzte Klickzahlen oder die SERP-Features je Keyword aus.
Die häufigste Frage von Einsteigern: Warum zahlen, wenn Google selbst ein kostenloses Werkzeug anbietet? Die Antwort liegt im Zweck. Der Google Keyword Planner, in englischen Vergleichen meist als „Google’s Keyword Planner” geführt, ist ein Werkzeug für Google Ads und optimiert auf Anzeigenkampagnen. Ohne aktive Kampagne zeigt er Suchvolumina nur in groben Spannen wie „1.000 bis 10.000”, und seine Wettbewerbsangabe bezieht sich auf Anzeigen, nicht auf organische Rankings.
Ein SEO-Keyword-Tool liefert dagegen konkrete Volumina, eine organische Keyword Difficulty, SERP-Daten und Filtermöglichkeiten für lange Listen. Für SEO ist der Planner deshalb eine Ergänzung, kein Ersatz.
Google Trends ergänzt jede Keyword-Recherche sinnvoll: Es zeigt keine absoluten Volumina, aber saisonale Muster und ob ein Thema wächst oder schrumpft. Die Google Search Console wiederum verrät, für welche Suchanfragen deine Seiten bereits Impressionen sammeln, und ist damit die ehrlichste Datenquelle für bestehende Inhalte. Als kostenloses Gespann taugen Planner, Trends und Search Console für den Anfang; wer Inhalte systematisch plant, stößt schnell an ihre Grenzen. Weitere Gratis-Optionen sammeln wir im Hub kostenlose SEO-Tools.
Die großen Anbieter kommen aus dem englischsprachigen Raum, ihre Oberflächen und Hilfeseiten gibt es oft nur auf Englisch. Wer dort Fragen wie „What is a Keyword Tool?”, „What is a Keyword Research Tool?” oder „How to Do Keyword Research” nachschlägt, stößt immer wieder auf dieselben Vokabeln. Wie zentral das Thema selbst für Google ist, zeigt übrigens der Name des offiziellen Google-Blogs: „The Keyword”. Die wichtigsten Begriffe übersetzt:
| Englischer Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Keyword Ideas / Keyword Suggestions | Vorschlagslisten, die der Anbieter aus deinem Seed-Begriff generiert |
| Search Volume | Das monatliche Keyword Search Volume, erklärt als „how often people search for a keyword” |
| Keyword Difficulty | Geschätzte Schwierigkeit, organisch zu ranken |
| Search Intent | Die Absicht hinter einer Suchanfrage; jeder Begriff bedient „a specific search intent” |
| Search Results | Die Suchergebnisse (SERP), an denen du die Intention ablesen kannst |
| Related Keywords | Verwandte Begriffe rund um dein Target Keyword |
| Competitor Keyword Research | Analyse, für welche Begriffe deine Wettbewerber ranken |
| Keyword Lists | Gespeicherte Arbeitslisten; Exportfunktionen heißen oft „export your keyword list” |
| Organic and Paid Search | Organische Treffer und Anzeigen; gute Datenbanken decken beide Kanäle ab |
| Keyword Data | Die Datenbasis dahinter, entscheidend ist ihre Abdeckung im DACH-Raum |
Das Marketing dieser Seiten ist erstaunlich uniform: „Find the right keywords”, „Try our Keyword Research Tool”, „Build complete keyword lists”. Und fast jede verspricht „keywords with high search volume and low competition”. Solche Begriffe existieren im deutschen Markt seltener, als die Versprechen suggerieren; gerade deshalb lohnt der nüchterne Blick auf die Daten statt auf die Werbetexte.
Bevor du dich für einen Anbieter entscheidest, lohnt ein Abgleich mit deinem tatsächlichen Bedarf. Vier Kriterien haben sich als entscheidend erwiesen:
Wer mehrere Projekte betreut, sollte zusätzlich auf Projektverwaltung und Nutzerplätze achten. Für ein einzelnes Blog reicht dagegen fast immer der kleinste Tarif eines Einsteiger-Tools.
Die Vergleichstabelle oben zeigt die Testergebnisse im Überblick. Hier die Kurzeinordnung, welcher Kandidat zu welchem Einsatzszenario passt.
Semrush führt das Feld an, weil das Keyword Magic Tool aus einem einzigen Seed-Begriff die umfangreichsten und am besten filterbaren Keyword-Listen erzeugt: nach Fragen, Wortgruppen, Intention und Difficulty. Dazu kommen starke Wettbewerbsfunktionen für organische und bezahlte Suche. Der Preis ist happig, für Agenturen und größere Projekte aber gerechtfertigt. Details im Semrush-Testbericht.
Ahrefs liegt bei der Datenqualität ganz vorn und verbindet den Keywords Explorer mit dem besten Backlink-Index am Markt. Wer bei der Keyword-Bewertung auch die Linkprofile der Konkurrenz einbeziehen will, bekommt hier das rundeste Paket. Mehr dazu im Ahrefs-Testbericht.
Mangools ist der Preis-Leistungs-Tipp: Der KWFinder macht die Recherche angenehm einfach, die Difficulty-Werte sind für Einsteiger gut lesbar, und der Tarif kostet einen Bruchteil der großen Suiten. Die Datenbank ist kleiner, für Blogger und kleine Unternehmen aber völlig ausreichend. Die Einordnung im Detail liefert der Mangools-Testbericht.
Seobility ist eigentlich ein OnPage-Tool, bringt aber ein brauchbares kostenloses Keyword-Recherche-Tool mit und punktet mit deutschsprachiger Oberfläche und fairen Preisen. Als Komplettlösung für kleine Sites mit OnPage-Fokus eine solide Wahl, wie der Seobility-Testbericht zeigt.
Die Einstiegspreise der vier Tools im Vergleich, jeweils als Richtwert laut Anbieter:
| Tool | Einstiegspreis | Kostenlos nutzbar? |
|---|---|---|
| Semrush | ab 139,95 €/Monat | Stark limitierter Gratis-Account, 14 Tage Testphase |
| Ahrefs | ab 119 €/Monat | Webmaster Tools für die eigene Domain |
| Seobility | ab 49,90 €/Monat | Dauerhaft kostenloser Tarif mit Limits |
| Mangools | ab 29 €/Monat | 10 Tage Testphase |
Die Spannbreite zeigt: Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Einstieg liegt fast der Faktor fünf. Entscheidend ist deshalb nicht, welches Tool „das beste” ist, sondern welches zu Projektgröße und Datenbedarf passt.
Suchanfragen wie „keyword recherche tool kostenlos”, „bestes keyword-recherche tool” oder „free keyword research tool” gehören nicht zufällig zu den häufigsten der Branche: Niemand zahlt gern für Daten, die es scheinbar gratis gibt. Ein kostenloses Keyword-Tool reicht auch tatsächlich, solange du punktuell recherchierst: einzelne Begriffe prüfen, erste Keyword-Ideen sammeln, Trends beobachten. Die Kombination aus Planner, Trends, Search Console und der Gratis-Stufe von Seobility deckt das ab, kostet aber Zeit, weil du Daten aus mehreren Quellen zusammentragen musst und Volumina teils nur als Spannen bekommst. Das kostenlose Tool von Seobility ist dabei die rundeste Einzellösung, weil es Vorschläge, Volumina und Filter an einem Ort bündelt.
Ein Bezahltarif lohnt sich, sobald Keyword-Recherche regelmäßig stattfindet: wenn du einen Redaktionsplan aus Keyword-Daten ableitest, Wettbewerber systematisch beobachtest oder Kundenprojekte betreust. Dann rechnet sich der Tarif über die gesparte Zeit und die bessere Entscheidungsgrundlage schnell. Ein sinnvoller Mittelweg für Einsteiger: mit Mangools starten und erst auf Semrush oder Ahrefs wechseln, wenn Limits oder Datentiefe zum Engpass werden.
Unabhängig vom Budget gilt: Die Software liefert nur die Daten. Die Entscheidung, welches Keyword eine eigene Seite verdient und welcher Inhalt zur Suchintention passt, bleibt Handarbeit. Wer die Methodik beherrscht, holt auch aus einem günstigen Tool mehr heraus als ein Planloser aus der teuersten Suite.
Ein Keyword-Recherche-Tool zeigt, wonach Menschen bei Google suchen, wie oft sie das tun und wie stark der Wettbewerb um einen Begriff ist. Damit planst du Inhalte auf Basis echter Nachfrage statt auf Basis von Bauchgefühl. Ohne Tool bleibt unklar, ob sich eine Seite zu einem Thema überhaupt lohnt.
Der Keyword Planner ist für Google-Ads-Kampagnen gebaut: Er gruppiert Suchvolumina in grobe Spannen und bewertet den Wettbewerb nur für Anzeigen, nicht für organische Rankings. Ein SEO-Keyword-Tool liefert dagegen konkrete Volumina, eine organische Keyword Difficulty und meist auch SERP-Analysen. Für SEO ist der Planner deshalb nur eine Ergänzung, kein Ersatz.
Semrush und Ahrefs verfügen über die größten Keyword-Datenbanken und liefern in der Praxis die belastbarsten Schätzungen. Keine Datenbank ist exakt, aber als Größenordnung sind beide sehr zuverlässig.
Mangools mit dem KWFinder ist ideal für den Einstieg: übersichtlich, günstig und mit klaren Schwierigkeits-Werten, die schnell zeigen, welche Begriffe realistisch erreichbar sind.
Für erste Ideen und kleine Projekte genügen kostenlose Stufen wie bei Seobility oder die Google Search Console. Wer systematisch recherchiert, profitiert von der Tiefe und Filterbarkeit der bezahlten Tools.
Gib ein breites Seed-Keyword ein und filtere die Vorschläge nach Wortanzahl, Fragen oder niedrigem Suchvolumen. Longtail-Begriffe haben einzeln wenig Volumen, sind aber konkreter, leichter umkämpft und konvertieren oft besser. In Summe bringen sie vielen Sites mehr Besucher als die großen Hauptbegriffe.
Die drei Kernwerte sind Suchvolumen, Keyword Difficulty und Suchintention. Das Volumen zeigt das Potenzial, die Difficulty die realistische Erreichbarkeit und die Intention, welche Art von Inhalt Google für den Begriff erwartet. CPC-Werte helfen zusätzlich, den kommerziellen Wert einzuschätzen.